Schwester Elvira Reuberger von den Amstettner Franziskanerinnen schreibt: Viele Jahre schon begleitet mich dieses Gebet des heiligen Franz von Assisi, das in unglaublicher Dichte zum Ausdruck bringt, was den Heiligen in einer intensive Zeit des Suchens und Fragens in seinem Herzen bewegt hat. Franziskus betete es wohl viele Male vor einer
Kreuzikone in dem kleinen Kirchlein San Damiano nahe der StadtAssisi.
Wie Franziskus möchte ich mich in dunklen Stunden des Lebens dem Licht der Liebe Gottes anvertrauen. Nur der Glaube kann auch mich dann weiterführen, um voll Hoffnung eine gute und tragfähige Zukunft in den Blick zu nehmen. Der lichtvolle Gott möge mich sehend machen für die Menschen, die mir auf meinem Lebensweg begegnen, damit ich mit offenem Herzen auf sie zugehen kann. So mag sich mir immer mehr zeigen, wie die Sehnsucht nach Gott und seiner Nähe mich mit den Menschen verbindet und im Dienst der Liebe erfahrbar wird.
In diesem Gebet ist für mich als Franziskanerin in umfassender Weise das Vermächtnis des heiligen Franziskus für den Weg der Nachfolge Jesu ausgedrückt.